10.12.2020 - Internationaler Tag der Menschenrechte

2019 - Die Würde des Menschen ist Unantastbar!

Zur Vorbereitung wurden die jungen Erwachsenen durch Workshops der Young Caritas mittels Spielen und Austausch zu den Menschenrechten sensibilisiert. Auch wurden Statements für die Kundgebung erarbeitet. Zwei Lehrer...

Menschenrechte im Spannungsfeld von Corona – Klima – Rassismus – Religionen

Die Bedeutung der Menschenrechte für eine demokratische und solidarische Gesellschaft standen an diesem Tag für junge Erwachsene und Schüler*innen im Zentrum. Ziel war die Erreichung von medialer Aufmerksamkeit im Sinne der demokratiepolitischen Bildung und die Beschäftigung mit den Menschenrechten. Die Veranstaltung wurde in begleitung des Armutsnetzwerks und des Klimabündnis von den jungen Teilnehmenden organisiert und durchgeführt. Das Podium bestand aus Bildungsexpert*innen, jungen Erwachsenen und Schüler*innen, die ihre Statements zu den aktuellen Brennpunktthemen wie Corona, Rassismus, Klimakrise und Migration und deren Auswirkungen auf die Menschenrechte abgegaben und diskutierten. Mit persönlichen Sichtweisen und Erfahrungen wurden interessante Beiträge zur Diskussion geliefert.
Durch die Unterstützung der Klassenlehrer*innen kommte das Anliegen der jungen Organisator*innen in den Unterricht eingebunden werden. So waren ca. 150 Teilnehmer*innen online mit dabei. Durch das Abstimmungs-Tool „Mentimeter“ konnten alle Schüler*innen interaktiv eingebunden werden.

Impressionen aus der Veranstaltung:
In seinem Begrüßungsstatement dankte Bildungsdirektor Dr. Klinglmair den jungen Akteur*innen für ihr großartiges Engagement: „Sie alle haben in diesem besonders herausfordernden Schuljahr, dafür gesorgt, dass doch ein Gedanken- bzw. Erfahrungsaustausch zur Bedeutung dieser Menschenrechte für uns alle stattfindet. Menschenrechtsbildung in der Schule bedeutet, eine Kultur der Menschenrechte zu fördern und zu leben.“
Auch Landtagspräsident Reinhart Rohr würdigte, dass er den Tag der Menschrechte auch in dieser schwierigen Situation mit Schüler*innen feiern konnte und bereicherte die Diskussion mit seinen Erfahrungen und persönlichen Erzählungen zu den einzelnen Themenbereichen.

„Alle Menschen haben das Recht zu leben.“ So brachte es Zara Astrian auf den Punkt. „Jeder Mensch hat eine Lebensgeschichte und jede dieser Geschichten hat eine Bedeutung. Was ich damit sagen möchte ist, dass die ganze Welt aufmerksam wird wenn eine Person ermordet wird, aber was ist mit den tausenden Jugendlichen, die in einem Krieg ums Leben kommen. Was ist mit Menschen, die von anderen Staaten bedroht werden. Wieso bekommen solche Sachen keine Aufmerksamkeit?“
Nazir Chamajew forderte ebenfalls mehr Mitgefühl: „Wir tun so, als würden wir uns in einer Flüchtlingskrise befinden, wo wir doch tatsächlich eine Krise der Solidarität, der Menschlichkeit und er Menschenrechte erleben. Laut einer Studie der Universität Salzburg gibt etwa die Hälfte der Befragten an, dass Muslime nicht dieselben Rechte haben sollen wie Österreicher. Dies ist eine Haltung, die in direktem Widerspruch zu internationalen Menschenrechten und der österreichischen Verfassung steht, wo die Gleichwertigkeit und Religionsfreiheit betont wird!“
Samuel Jank: „Ich habe große Sorge, dass ich als Konsument gar nicht wissen kann, ob z.B. mein i-Phone unter menschenwürdigen Bedingungen hergestellt worden ist. Von den Menschenrechten steht nichts in der Betreibsanleitung!“
 

Sendung in Panoptikum Bildung: https://www.agora.at/news/detail/menschenrechte-achten-heute-wichtiger-denn-je

Kooperationspartner*innen: Gesellschaft für politische Bildung | Bildungsdirektion des Landes Kärnten | Plattform politische Bildung Kärnten | NMS 10 Klagenfurt | WIMO Klagenfurt | Ingeborg Bachmann-Gymnasium Klagenfurt | CHS Villach | Fachberufsschule Wolfsberg | Mitgliedsorganisationen des Armutsnetzwerks | Klimabündnis Kärnten | Radio Agora Panoptikum Bildung