Sozialplanung in Kärnten

16. Soziale Dialog Konferenz

Sparkurs für Bund, Länder und Gemeinden. Strategische Sozialplanung in Zeiten knapper Budgets

Was ist strategische Sozialplanung?

Strategische Sozialplanung beschreibt den gezielten, kooperativen Prozess, mit dem soziale Leistungen und Maßnahmen auf die tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmt werden.

Ziel ist es, dass unterschiedliche Akteur:innen aus Politik, Verwaltung, sozialen Trägerorganisationen und Zivilgesellschaft gemeinsam die soziale Infrastruktur planen, weiterentwickeln und effizient gestalten.

Erklärvideo der G.I.B. zur Sozialplanung

Umsetzung von Sozialplanung in Österreich

Unterschiedliche Formen der Sozialplanung werden bereits in mehreren Städten erfolgreich umgesetzt. Beispiele aus Salzburg, Graz, Wien und Deutschland zeigen, wie eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Fachkräften und Zivilgesellschaft funktionieren kann. Solche Best-Practice-Modelle liefern wertvolle Impulse für Kärnten, indem sie zeigen, wie Strukturen, Methoden und Formate für gemeinsame Planung funktionieren und wo Synergien entstehen.

Sozialplanung in Kärnten

In Kärnten wird strategische Sozialplanung aktuell konkret diskutiert – initiiert durch das Armutsnetzwerk Kärnten. Ziel ist es bestehende Austauschformate, bei denen Fachkräfte, Verwaltung und Zivilgesellschaft an einen Tisch zu bringen, bestehende Ressourcen zu nutzen und Pilotprojekte als Testfelder für innovative Ansätze umzusetzen.

Ein Ansatz dafür war kürzlich der Stadtspaziergang "Mitten im Sozialraum", bei dem Fachkräfte aus der Sozialen Arbeit gemeinsam mit Vertreter:innen der Abteilungen Klagenfurt Wohnen, der Suchtprävention und des Sozialamts Klagenfurt vor Ort Möglichkeiten zur Verbesserung sozialer Angebote diskutierten.

Sozialplanung: Bisherige Aktivitäten des Armutsnetzwerks Kärnten

Das Armutsnetzwerk Kärnten beschäftigt sich seit mehreren Jahren intensiv mit der Frage, wie eine strategische Sozialplanung in Kärnten aussehen kann.

Wichtige Meilensteine waren bisher:

  • Armutsstudie 2024: Die Studie stellt den Status quo zu Armut in Kärnten umfassend dar. Zentrale Ergebnisse sind Notwendigkeit von Wirkungsketten, die Maßnahmen gegen Informationsmangel und sozialräumliches Planen und Handeln.
  • 15. Soziale Dialog Konferenz: Die Armutsstudie wurde gemeinsam mit sozialen Trägerorganisationen, Verwaltung, Politik und Armutserfahrenen diskutiert. Aus der Diskussion wurden 33 Maßnahmenempfehlungen für Kärnten von den Teilnehmenden erarbeitet.
  • Politische Vernetzung: In Hintergrundgesprächen mit den politischen Clubs SPÖ, FPÖ, ÖVP, Team Kärnten und den Grünen wurde die Implementierung einer strategische Sozialplanung von allen Parteien überaus positiv bewertet.
  • Pilotprojekte: Unter der Leitidee „Sozialplanung“ werden kontinuierlich kleine Projekte durchgeführt, die Kooperation und praxisnahe Umsetzung fördern, wie etwa der o. a. Stadtspaziergang, die Tour „Mitten im Sozialraum“.

Erkenntnisse und nächste Schritte der Sozialplanung in Kärnten

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Sozialplanung in Kärnten Pionierarbeit bedeutet. Die Armutsstudie hat die zentrale Bedeutung strategischer Planung aufgezeigt, die Best-Practice-Modelle liefern konkrete Anhaltspunkte, und die laufenden Pilotprojekte zeigen erste Ansätze der Umsetzung.

Die 16. Soziale Dialog Konferenz am 26. November 2025 wird deshalb ganz dem Thema Sozialplanung gewidmet sein. Gemeinsam sollen die bisherigen Erkenntnisse genutzt werden, um konkrete Maßnahmen für Kärnten zu entwickeln und die Zusammenarbeit aller relevanten Akteur:innen weiter zu stärken.

 

Weitere Informationen von unseren Kooperationspartner:innen

10 Jahr Sozialplanung in Nordrhein-WestfahlenDeutsches Institut für Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung

Sozialplanung und Quartiersbezug in Nordrhein-Westfahlen: GIB-Beitraege_2024-24_Sozialplanung_auf_kommunaler_Ebene.pdf

Kooperation mit der Freien Wohlfahrtpflege in Nordrhein-Westfahlen: KOMPAKT_Gemeinsam-plant-es-sich-besser_1_final.pdf