Working Poor - Schulworkshops

Working-Poor Wanderausstellung

Diese Ausstellung wurde in einem gemeinsamen Projekt des Kärntner Netzwerkes gegen Armut und soziale Ausgrenzung und der AK-Kärnten realisiert.

Fotoausstellung “Working Poor - Lebensbilder Betroffener” im Auftrag der Arbeiterkammer Kärnten

Eine zentrale Aufgabe des Kärntner Netzwerkes gegen Armut und soziale Ausgrenzung ist es hinsichtlich Themen die Armut und soziale Ausgrenzung betreffen, Bewusstsein zu schaffen. Aufgrund der steigenden Armutszahlen in Kärnten, gilt es Sensibilisierungsmaßnahmen zu entwickeln und junge Menschen auf den problematischen Zusammenhang von nicht vorhandenen Bildungsabschlüssen, Working-Poor und Armut aufmerksam zu machen.

Dazu wurde vom Kärntner Armutsnetzwerk ein Workshop zum Thema „Working Poor - Bildung macht Sinn“, entwickelt.

Working-Poor, das sind Personen die trotz Erwerbsarbeit unter der derzeitigen Armutsgefährdungsschwelle von 1.066€ im Monat leben müssen.

73% der Working-Poor Betroffenen verfügen lediglich über einen Pflichtschulabschluss. Der Zusammenhang von Bildungsabschlüssen und Armutsgefährdung wird hier besonders deutlich. Bildung und Armut stehen in einem direkten Zusammenhang, wie viele Studien beweisen. Bildung gilt immer noch als das zentrale Moment hinsichtlich beruflicher und gesellschaftlicher Entwicklungschancen, persönlicher Kulturfähigkeit, sowie individueller Lebenschancen und Zukunftsperspektiven. Besonders auf die Bildungsvoraussetzungen von Kindern und Jugendlichen wirkt sich die verfestigte Erwerbsarmut ihrer Eltern nachhaltig negativ aus.

Schwierigkeiten und Belastungen des Alltags, welche durch die Armutslage bedingt sind, behindern jedoch das aktive und anhaltende Streben nach Bildungsabschlüssen, Berufsqualifikationen und Schlüsselkompetenzen. Bildungs- und Berufswünsche werden häufig durch die Armutslage verdrängt. Aus Mangel an finanziellen Mitteln geht es in armutsbetroffenen Familien meistens nur darum, dass die Kinder möglichst früh zu arbeiten beginnen und Geld verdienen, um ihre Eltern finanziell zu unterstützen und zu entlasten. Schulische Leistungen nehmen während einer andauernden Erwerbsarmut der Eltern kontinuierlich ab.

Um junge Menschen auf den Zusammenhang von Armut, Working-Poor und Bildung aufmerksam zu machen hat das Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung einen Workshop entwickelt. Dieser wurde bereits in mehreren Kärntner Schulen mit sehr gutem Erfolgen abgehalten. Aus diesem Grund sollen weitere Workshops in Schulen folgen. Der Workshop steht in Zusammenhang mit einer Working-Poor Wanderausstellung und einer dazugehörigen Studie. Dieses Projekt wurde von der Arbeiter Kammer Kärnten in Kooperation mit dem Kärntner Armutsnetzwerk realisiert.

Haben Sie Interesse diesen Workshop auch an Ihrer Schule durchzuführen?

Weitere Informationen zu den Working Poor Schulworkshops sowie zur Terminkoordination erhalten Sie hier:

Monika Skazedonig
Koordinatorin des Kärntner Netzwerkes gegen Armut und soziale Ausgrenzung
office@armutsnetzwerk.at
0676 34 29 448