Armut geht uns alle an

08. 10. 2018

Aktionstag zum internationalen Tag für die Beseitigung der Armut

Bist auch du von Änderungen der Bundesregierung in negativer Weise betroffen? Bring deinen Unmut zum Ausdruck!

Der 17. Oktober steht im Zeichen des internationalen Tages für die Beseitigung der Armut. Das Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung veranstaltet daher an diesem Tag die 8. Kärntner Soziale Dialog Konferenz und den Aktionstag „Es reicht…“ in Klagenfurt am Wörthersee.

Das Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Themen Armut und soziale Ausgrenzung in die Mitte der Gesellschaft zu rücken. „Unser Anliegen ist es, auf Strukturen, Praktiken und Gesetze aufmerksam zu machen, die soziale Ungleichheit fördern bzw. festigen“, so der Obmann des Kärntner Armutsnetzwerkes Mag. Heinz PICHLER. „Die Armutsgefährdung der Kärntner Bevölkerung ist seit dem Jahr 2011 rückläufig und es wäre wünschenswert, wenn sich dieser Trend fortsetzen würde.“ Hierfür sind konkrete politische Maßnahmen zur Verminderung von Armut und sozialer Ausgrenzung unabdingbar. Denn Armut und soziale Ausgrenzung hat seine Ursache in der Ungleichverteilung von Einkommen, Bildungschancen und….

 

Die 8. Kärntner Soziale Dialog Konferenz richtet ihren Blick auf die Lebenslagen in ländlichen Regionen. Im Zentrum steht die Frage, in welchen Formen sich Armut und Marginalisierung in ländlichen Regionen zeigen. „Soziale Brennpunkte, Notquartiere, Bettelei – das alles verbinden wir üblicherweise mit der Stadt“, berichtet Dr. Helmut Arnold, welcher als Vorstandsmitglied die Organisation der Veranstaltung über hat. Weiteres führt er aus „arm sein ist immer, aber vor allem am Land mit Gefühlen der Schande, Peinlichkeit oder Unehrenhaftigkeit verknüpft.“ Daraus resultiert, dass in ländlichen Regionen die Betroffenen unter der verschämten und versteckten Armut leben. Die 8. Kärntner Soziale Dialog Konferenz bietet die Möglichkeit, sich mit ExpertInnen aus der Praxis und Wissenschaft zu diesem Thema auszutauschen.

Im Fokus des Aktionstages „Es reicht…“ stehen lokalen Probleme im Zusammenhang mit den geplanten bzw. bereits umgesetzten politischen Maßnahmen der Österreichischen Bundesregierung. „Mit der Mauer der Belastungen möchten wir auf die Bandbreite der Folgewirkungen aufmerksam machen und ein Zeichen für Solidarität und Menschenwürde setzten“, erläutert Eva LEUTNER. Die zentralen Forderungen des Kärntner Netzwerkes gegen Armut und soziale Ausgrenzung im Rahmen des internationalen Tages für die Beseitigung von Armut lauten daher: soziale Transferleistungen sollen als Auffangnetz für benachteiligte Menschen in angemessener Höhe sichergestellt werden, leistbares Wohnen inkl. einer angemessenen Energieversorgung und keine Diffamierung von sozial schwächeren Menschen im öffentlichen Diskurs.

 

 

Rückfragen an:

Susanne SCHEIBER, MA

Koordinatorin des Kärntner Netzwerkes gegen Armut und soziale Ausgrenzung

c/o KomBüSE, Südbahngürtel 50, 9020 Klagenfurt am Wörthersee

office@armutsnetzwerk.at. Mobil: 0676 34 29 448