Sprache & Bilder über Armut - politische, gesellschaftliche und mediale Diskurse

6. Kärntner Soziale Dialog Konferenz im AK/ÖGB-Bildungsforum

19. 12. 2016

Sieglinde-Trannacher-Würdigungspreis 2016 geht an das Projekt School of Diversity

Im Gedenken an Sieglinde Trannacher wurde vom Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung, der Volkshilfe Kärnten sowie dem SPÖ Gemeinderatsklub Klagenfurt der Sieglinde-Trannacher-Würdigungspreis ins Leben gerufen. Mit...

01. 02. 2017

Unter fremdem Himmel

Vom 19. Jänner 2017 bis 10. Februar 2017 machte die Ausstellung “Unter fremdem Himmel. Aus dem Leben der GastarbeiterInnen des ehemaligen Jugoslawien” Halt im Architekturhaus Kärnten. Am 1. Februar 2017 diskutierten Dr.in Viktorija R...

Wenn von Armut gesprochen wird, werden je nach Kontext unterschiedliche Bilder und Begriffe verwendet. Sprache und Bilder lösen Assoziationen aus, die meist mit positiven oder negativen emotionalen Empfindungen einhergehen.
Als Sozialorganisationen versuchen wir Begriffe und Bilder zu verwenden, die den Lebensrealitäten der Betroffenen am ehesten entsprechen und diese repräsentieren ohne zu entwürdigen.
Über die Medien werden häufig Bilder und Geschichten verbreitet, die Klischees bedienen, Einzelschicksale hervorheben und objektivierend wirken.
Von politischer Seite werden Armutsbetroffene und BezieherInnen von Sozialleistungen wiederum häufig als BittstellerInnen, als finanzielle Belastungen für die Gemeinschaft oder als arbeitsscheu, faul bzw. selbst schuld an ihrer Lage positioniert.
Die hier angesprochenen Kommunikationswege lösen emotionale Empfindungen und Assoziationen auf Seiten der RezipientInnen aus. Dadurch wird eine Kette von Bedeutungen ausgelöst, die uns in unserer Meinungsbildung leitet. Was bedeutet es für Betroffene mit Bildern und Geschichten über sich, die von Dritten konstruiert werden, konfrontiert zu werden? Wie können wir als Sozialorganisationen, die die Stimme für Betroffene erheben oder sie in ihrem Alltag unterstützen menschenwürdig und auf Augenhöhe kommunizieren? In dieser Dialogkonferenz wollen wir sowohl die politischen, medialen als auch (zivil-)gesellschaftlichen Bilder und Sprache über Armut kritisch betrachten und reflektieren.

Geschätzte Damen und Herren!

Sprache & Bilder über Armut – politische, mediale und gesellschaftliche Diskurse

Die Landeshauptmannstellvertreterin und Sozialreferentin von Kärnten Dr.in Beate Prettner und Monika Skazedonig, Sprecherin des Kärntner Netzwerkes gegen Armut und soziale Ausgrenzung möchten Sie hiermit zur 6. Kärntner Sozialen Dialog Konferenz herzlich einladen. Es würde uns sehr freuen, wenn Sie Ihre fachkundige Expertise zu Strategien und Aktivitäten einer nachhaltigen Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung in Kärnten im Rahmen dieser Fachtagung einbringen könnten.

Wir danken bereits im Voraus für Ihre aktive Mitwirkung und Beteiligung!

6. Kärntner Soziale Dialog Konferenz

16. Februar 2017, 09:00 – 13:30 Uhr

 

  • 09.00 Uhr Einleitung und Begrüßung: Moderation Mag. Heinz Stefan Pichler / AK Kärnten
  • Begrüßung durch LHStv.in Dr.in Beate Prettner / Kärntner Landesregierung
  • 9.15 Uhr Impulsvortrag von Univ.-Prof. Dr. Rainer Winter (Alpen-Adria Universität Klagenfurt): Sprache und Bilder über Armut. Politische, mediale und gesellschaftliche Diskurse
  • 10.00 Uhr Impulsvortrag von Dr.in Michaela Moser und Christine Sallinger (Österreichische Armutskonferenz): Respektvolle Armutsberichterstattung. Ein Leitfaden für die Medienarbeit. Hintergründe, Entstehung, Inhalte
  • 10.40 Uhr Impulsvortrag von Gudrun Maria Leb (ORF Kärnten): Medienrealität und Realität in den Medien. Ein Praxisbericht

 

11.20 Uhr Kaffeepause, Zeit zum Austausch

11.35 Uhr World Café: Intensiver Austausch der Experten/innen an Thementischen mit den Vortragenden

12.30 Uhr Ergebnispräsentation und Diskussion

Ca. 13.00 Uhr Mittagsimbiss

 

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis spät. 6. Februar 2017 per E-Mail an: office@armutsnetzwerk.at oder telefonisch unter 0676 34 29 448