Strategische Sozialplanung als Antwort auf knappe Budgets: Die Soziale Dialog Konferenz des Kärntner Armutsnetzwerks diskutiert ihren Strategievorschlag zur integrierten Zusammenarbeit mit Politik, Verwaltung, soziale Organisationen und Menschen mit Armutserfahrungen unter Begleitung der Expertise des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und der Sozialplanung der Stadt Salzburg.
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„Wir sind der festen Überzeugung, dass eine strategische Sozialplanung als Arbeitsweise in einem starken kooperativen Netzwerk gegen Armut der richtige Weg ist“, so Lisa Fian Obmann-Stellvertreterin des Kärntner Armutsnetzwerks.
Auch Landeshauptmann-Stellvertreterin Gaby Schaunig betont die Notwendigkeit von datenbasierter Planung: „Evidenz- und datenbasierte Planung sind für nachhaltige Entscheidungen unabdingbar, um eine moderne und bedarfsorientierte Soziallandschaft zu gewährleisten.“
Bei der Sozialen Dialog Konferenz mit 130 Expert:innen aus der sozialen Arbeit, Politik, Verwaltung und der Armutserfahrenen-Selbstvertretung wurde der Wille zur Kooperation deutlich. Die Teilnehmenden wünschen sich eine Grundlage um den Herausforderungen sozial gerecht, kooperativ und effizient entgegentreten zu können.
Das Armutsnetzwerk streicht hervor, dass eine strategische Sozialplanung Länder, Städte und Gemeinden dabei helfen würde, soziale Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, Bedarfe systematisch zu analysieren und wirkungsvolle Maßnahmen gegen Armut mit starken Kooperationen vor Ort zu entwickeln.
„Die Gesellschaft hat gerade hohe Erwartungshaltungen an die Politik, dass sich Armut in Kärnten nicht verschärft“ betont Marcel Leuschner, Vorstandsmitglied des Kärntner Armutsnetzwerks. „Das wichtigste ist es in dieser Situation Soziale Träger und Menschen mit Armutserfahrungen einzubeziehen, da sie Teil der Lösung in der aktuellen Krise sind.“
Integrierte strategische Sozialplanung in Deutschland
Wolfgang Kopal vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und Lisa Bartling von der G.I.B. – Gestaltung, Innovation und Beratung in der Arbeits- und Sozialpolitik GmbH präsentierten die Potentiale und nächsten Schritte in Richtung Sozialplanung.
Es braucht:
Kommunale Sozialplanung der Stadt Salzburg
Patrick Pfeifenberger und Marlies Bodinger (Abteilung Soziales der Stadt Salzburg) präsentierten die Planungsprozesse der Stadt Salzburg. Sie empfehlen partizipative Formate, bei denen die Beteiligten Leitbilder für die Bereiche Wohnen, Mobilität oder Menschenrechte erstellen und diese Leitbilder in Form von Projekten die Praxis umsetzen können.
Das Angebot der Konferenz war es, sich an Tischen mit Vertreter:innen aus Politik, Verwaltung, sozialer Arbeit und Armutserfahrenen zusammenzusetzen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und produktiv zu diskutieren.
Dabei wurden zentrale Fragestellungen zur Armut bearbeitet und erste Ideen für Pilotprojekte oder einer strategischen Sozialplanung in Kärnten entwickelt. Die Ergebnisse werden vom Kärntner Armutsnetzwerk zusammengefasst und fließen in die weitere Arbeit ein.
Die Soziale Dialog Konferenz soll Impulse geben und Veränderungsprozesse anstoßen. Die gewonnenen Anregungen aus den Sozialen Dialog Konferenzen fließen laufend in die Arbeit des Kärntner Armutsnetzwerks ein.
Die 17. Soziale Dialog Konferenz findet voraussichtlich im Herbst 2026 statt.
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Kontakt
Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung
Alexander Brenner-Skazedonig, Koordinator
office@armutsnetzwerk.at
www.armutsnetzwerk.at