Tätigkeitsbericht 2014

Mythen des Reichtums

Herausgegeben von Beigewum / Attac / Armutskonferenz

Abschlussbericht der 3. Kärntner Sozialen Dialog Konferenz

Die 3. Kärntner Soziale Dialog Konferenz stand unter dem Schwerpunktthema „Bedarfsorientierte Mindestsicherung“. Auf Bundesebene steht die Neuverhandlung der Art. 15a-Vereinbarungen bevor und der Zeitpunkt ist gü...

Ziele und Aufgabenbereiche des Kärntner Armutsnetzwerkes
Das Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung wurde 1996 als gesellschaftspolitische Plattform gegründet und befasst sich seitdem mit gesellschaftlichen Problemstellungen rund um das Problemfeld „Armut und soziale Ausgrenzung“. Dem Netzwerk gehören derzeit ca. 40 Mitgliedsorganisationen sowie zahlreiche Privatpersonen an, die die Tätigkeiten des Kärntner Netzwerks gegen Armut und soziale Ausgrenzung unterstützen und auf unterschiedlichen Ebenen ein gemeinsames Ziel verfolgen:

die Zahl der armutsgefährdeten Kärntnerinnen und Kärntner zu minimieren

Dabei betrachtet sich das Kärntner Armutsnetzwerk als soziales Regulativ, welches darauf abzielt, im regionalen Bereich Strukturen, Praktiken und Gesetze, die zur Armutsgefährdung, eklatanter Ungerechtigkeit oder zu enormer Bereicherung führen, publik zu machen, Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten und gemeinsam mit den zuständigen öffentlichen Einrichtungen Änderungen zu erarbeiten. Dabei sollen regionale Prozesse stets im Kontext von österreichweiten, respektive europäischen, Entwicklungen betrachtet werden.

Übergeordnetes Ziel des Kärntner Netzwerkes ist es, Wissen zur Lage von Armutsbetroffenen in Kärnten zu generieren, daraus Maßnahmen zu erarbeiten und an die verantwortlichen politischen Stellen zu kommunizieren, um die notwendigen Schritte für ein Kärnten ohne Armut zu setzen. Das Kärntner Armutsnetzwerk fungiert hierfür als Sprachrohr für alle Mitgliedsorganisationen.

Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit…

Um die gesetzten Ziele zu erreichen, ist es notwendig, das Kärntner Armutsnetzwerk mehr in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken, um als Netzwerk in und für Kärnten wahrgenommen zu werden. Dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit soll in den nächsten Jahren unter anderem besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Dafür wird auch die verstärkte Zusammenarbeit und der intensivere Austausch mit der Österreichischen Armutskonferenz und den regionalen Netzwerken in anderen Bundesländern genützt.

…und bessere Vernetzung nach innen und außen

Für die Akzeptanz und die stärkere Wahrnehmung der Problematik von Menschen mit Armutserfahrung sowie des Kärntner Armutsnetzwerkes selbst, ist es notwendig, Mitgliedsorganisationen und Mitgliedsvereine stärker untereinander zu vernetzen. Das Kärntner Armutsnetzwerk bündelt Expert/innenwissen über die vielfältigen Lebenslagen von armutsgefährdeten und armutsbetroffenen Menschen. Dieses Expert/innenwissen soll genützt werden, um über Armutsbetroffenheit in Kärnten zu informieren sowie Sensibilisierungsmaßnahmen zum Thema „Armut und soziale Ausgrenzung“ durch verschiedene Projekte anzustoßen, auf gesellschaftliche und sozialpolitische Missstände aufmerksam zu machen und diesen auf unterschiedlichen Ebenen entschieden entgegenzutreten.

Das Kärntner Armutsnetzwerk organisiert regelmäßig öffentliche Aktionen, Projekte und Treffen mit den Mitgliedsorganisationen, um diese besser zu vernetzen, vom gegenseitigen ExpertInnenwissen zu profitieren und gemeinsam an konstruktiven Lösungsvorschlägen für die Verbesserung der Lage von armutsbetroffenen und armutsgefährdeten Kärntnerinnen und Kärntnern zu arbeiten.