Tätigkeitsbericht des Jahres 2017

TÄTIGKEITSBERICHT 2016

Was war los 2016? In unserem Tätigkeitsbericht finden Sie die Antwort auf diese Frage. Wir geben einen Überblick über unser Tun, fassen für Sie unsere Veranstaltungen kurz zusammen und dok...

Das Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung wurde 1996 als gesellschaftspolitische Plattform gegründet und befasst sich seitdem mit gesellschaftlichen Herausforderungen rund um das Problemfeld „Armut und soziale Ausgrenzung“. Dem Netzwerk gehören derzeit ca. 40 Mitgliedsorganisationen sowie zahlreiche Privatpersonen an, die die Tätigkeiten des Kärntner Netzwerks gegen Armut und soziale Ausgrenzung unterstützen.

Im Vorwort des Tätigkeitsberichtes nehmen der Obmann Mag. Heinz Stefan Pichler und die Koordinatorin Mag.a Monika Skazedonig zu den “Gefährlichen Tendenzen in Österreich” Stellung:

Bevor wir im Speziellen auf die Armutsgefährdung in Kärnten und die Lage der Kärntner Armutsbetroffenen eingehen, möchten wir aus aktuellem Anlass auf – unserer Meinung nach – gefährliche, den sozialen Frieden und die soziale Absicherung der Allgemeinheit gefährdende Tendenzen eingehen, die wir in den letzten Monaten zu spüren bekommen haben und höchstwahrscheinlich auch in den nächsten Jahren voll zu spüren bekommen werden.
Bereits der Nationalrats-Wahlkampf 2017 hat darauf schließen lassen, dass es zu schweren Einschnitten im österreichischen Sozialsystem kommen wird. Wie die letzten Wochen zeigen, ist die neue Regierung Kurz-Strache tatsächlich bereit, die soziale Sicherheit in Österreich aufs Spiel zu setzten.
Neben dem Einstampfen von Arbeitsmarktinitiativen für Langzeitarbeitslose über 50 müssen wir auch die Existenzgefährdung arbeitsloser Menschen durch die Streichung der Notstandshilfe befürchten. Maßnahmen wie der Familienbonus Plus bringt NiedrigverdienerInnen wie prekär und atypisch Beschäftigten mit Kindern und Alleinerziehende in finanzielle Bedrängnis. Die Steuererleichterungen für Einkommen ab Euro 1.780,—brutto führen zu einer Umverteilung von unten nach oben.
Besonders auffällig sind die begrifflichen und sprachlichen Schöpfungen, die auf die Diffamierung, Pauschalisierung, Degradierung und Denunzierung ganzer Bevölkerungsgruppen abzielen. Scheinbar harmlos sind die Beschreibungen über „Durchschummler“, „illegale Migranten“, die „Leistungsträger“, die „Fleißigen“ oder „die, die Steuern zahlen“. Damit werden Emotionen und Bilder hervorgerufen, die bereits davor in den Köpfen abgespeichert waren. Die Verknüpfung (negativer) Emotionen mit neutralen Begriffen ist ein Mittel, um die Übernahme ideologisch vorgeprägter Weltanschauungen hervorzurufen.
Die Österreichische Armutskonferenz hat im Kontext von Bildern und Sprache über Armutsbetroffene einen Leitfaden für JournalistInnen für eine würdevolle Armutsberichterstattung erstellt. Wir sprechen eine dringende Leseempfehlung
auch für PolitikerInnen aus!

Den Tätigkeitsbericht des Jahres 2017 finden Sie ungekürzt im Anhang. Danke.