Forschungsnetzwerk

Positionspapier

Positionspapier zur Entwicklung eines “Instituts für soziale Arbeit und Armutsforschung” im Rahmen des Kärntner Netzwerkes gegen Armut und Soziale Ausgrenzung

Leitbild

Das „Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung“ fungiert als Vernetzungsstruktur von Sozialorganisationen, Vereinen und sozialpolitisch interessierten Personen in Kärnten. Unser Anliegen ist es,...

Armut und soziale Ausgrenzung zählen unbestritten zu den globalen sozialen Problemfeldern des 21. Jahrhunderts und steigen tendenziell. Als Kärntner Netzwerkes gegen Armut und soziale Ausgrenzung betrachten wir es als unseren ziviligesellschaftlichen Auftrag, die Gründung einer Forschungsinitiative in diesem Bereich zu forcieren, um die verschiedenen wissenschaftlichen Erkenntnisse systematisch zu dokumentieren und gleichzeitig einer breit gefächerten „social science community“ und der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

Konkret geht es um die Darstellung von Theorien, Methoden, Modellen empirischer Studien und ihren Zusammenhang zur sozialen Praxis. Die Basis hierfür bietet bereits der Tagungsband der 3. Kärntner Armutskonferenz „Armut, Gesellschaft und Soziale Arbeit. Perspektiven gegen Armut und soziale Ausgrenzung in Österreich“ (KNAPP, Gerald/PICHLER, Heinz (Hrsg.) (2008): Klagenfurt: Hermagoras Verlag).

Unser Forschungsnetzwerk ist international und transdisziplinär angelegt und soll WissenschaftlerInnen mit Sozialengagement die Möglichkeit geben, sich zusammenzuschließen, Ihre eigenen Forschungsschwerpunkte darzustellen, diese zu intensivieren und gleichzeitig mit anderen KollegInnen zu diskutieren. In diesem Sinne werden einschlägige Artikel auf einer frei zugänglichen Internetplattform publiziert, die als umfassender Informationspool zum Thema Armut und soziale Ausgrenzung zu betrachten ist.

Zudem wird das Forschungsnetzwerk Informationen zu aktuellen Veranstaltungen und Fachtagungen, Rezensionen und Publikationshinweisen bieten, wobei alle Mitglieder als gleichberechtigte RedakteurInnen fungieren.

Grundsätzlich gibt es im Forschungsnetzwerk sechs inhaltliche Schwerpunkte:

  1. Wissenschaftliche Diskurse von Armut und sozialer Ausgrenzung (historisch, soziologisch, wirtschaftlich, politisch,…)
  2. Quantitative und qualitative Methoden der Armutsforschung
  3. Empirische Analysen und Ergebnisse zu Armut und sozialer Ausgrenzung unter besonderer Berücksichtigung verschiedener gesellschafts-spezifischer Gruppierungen (AlleinerzieherInnen, MigrantInnen, alte und/oder beeinträchtigte Menschen,…)
  4. Lebens- und Armutslagen im Vergleich
  5. Entwicklung und Unterstützung von Projekten zur Armutsforschung
  6. Möglichkeiten der Weiterentwicklung und Durchsetzung einer (globalen) Zivilgesellschaft

Es ist unser Ziel, auf wissenschaftlicher Ebene die verschiedenen Kontextfaktoren, Strukturen und Dimensionen von Armut und sozialer Ausgrenzung sichtbar zu machen, um so gemeinsam zu der notwendigen gesellschaftspolitischen Veränderung beizutragen.

Koordination:

  • Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Gerald Knapp (Alpen Adria Universität Klagenfurt, Abteilung für Sozial- und Integrationspädagogik)
  • Mag.a Elisabeth Niederer (Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung)

Mitglieder:

  • Ao.Univ.-Prof. Dr. Erik Adam (Alpen Adria Universität Klagenfurt Abteilung für Historische und Systematische Pädagogik)
  • Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Gerald Grimm (Alpen Adria Universität Klagenfurt, Institutsabteilungsleiter Abteilung für Historische und Systematische Pädagogik)
  • Mag.Dr. Dietmar Koplenig (Verwaltungsdirektor der BH Spittal/Drau)
  • Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Johannes Florian Krall, (Alpen Adria Universität Klagenfurt, Abteilung Schulpädagogik)
  • Ass.Prof.in Mag.a Dr.in Barbara Lesjak(Alpen Adria Universität Klagenfurt, IFF - Organisationsentwicklung und Gruppendynamik)
  • Univ.-Prof. Mag. Dr. Klaus Ottomeyer (Alpen Adria Universität Klagenfurt, Abteilung für Sozialpsychologie, Ethnopsychoanalyse und Psychotraumatologie)
  • DSA Elfriede Pirker (Lebens- und Sozialberatin)
  • MMag. Dr. Gerald Salzmann (Geschäftsführer des Institutes für Bildung und Beratung-IBB)
  • Mag. Walter Schütz (ÖIE-Kärnten/Bündnis für eine Welt) Eva Maria Wernig (Präsidentin der Katholischen Aktion)
  • Univ.Prof. Dipl.-Psych.Mag.Dr. Rainer Winter (Alpen Adria Universität Klagenfurt, Instituts für Medien- und Kommunikationswissenschaft)
  • Dr. Andreas Höferl (angefragt) (Österreichische Gesellschaft für Politikberatung und Politikentwicklung)
  • Mag. Gerald Schallegger (Sozialreferat des Landes Kärnten
  • FH-Prof.in Dr.in Bringfriede Scheu (angefragt) (FH Feldkirchen, Lehrgang Soziale Arbeit)
  • Univ.Prof.Dr. Michael Winkler (angefragt) (Universität Friedrich-Schiller Jena, Institut für Sozialpädagogik)