Dialogforum am 5.6.2025

Mitreden und Mitgestalten - Partizipation auf Ämter und Behörden

25. 06. 2025

Juni 2025 – Generalversammlung und Wahl des neuen Vorstandes

Auf Einladung von Obmann DSA Christian Eile, M.S.M., BSc fand die Generalversammlung am 11.6.2025 in den Räumlichkeiten der Caritas Kärnten statt. Mit dem neuen Vorstands-Team...

10. 10. 2025

Veranstaltung: Kindergrundsicherung – das neue Fundament einer armutsfesten Gesellschaft?

Am 7. Oktober 2025 fand im Omansaal der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt eine gemeinsame Veranstaltung des Dialogforums Zusammenleben und des Kärntner Netzwerks gegen Armut und soziale Ausgrenzung statt. Im Mittelpunkt stand die F...

Das Dialogforum ist ein, vom Österreichischen Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz finanziertes Projekt der Plattform SichtbarWerden und der Österreichischen Armutskonferenz. Am 5.6.2025 fand das Dialogforum in der Volkshilfe Klagenfurt in Kooperation mit dem Stammtisch Armutserfahrungen und dem Kärntner Armutsnetzwerk in Klagenfurt statt. Das Format des Dialogforums wurde ebenso in Niederösterreich, Steiermark und Salzburg in ähnlicher Form durchgeführt.

„Nichts über uns ohne uns“

Anliegen der Dialogforen ist es, die Stimmen und Perspektiven von Menschen mit Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen stärker in politische und behördliche Entscheidungsprozesse einzubinden. Der Dialog auf Augenhöhe ermöglicht es, konkrete Barrieren anzusprechen, Missverständnisse auszuräumen und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Mittelfristig soll so eine strukturelle Einbindung Betroffener in Ämtern und Behörden sichergestellt werden. Der Grad der Partizipation kann dabei unterschiedlich ausgestaltet sein. Eine erste – noch schwächere – Form und Voraussetzung für weitere Beteiligung besteht darin, dass Nutzer*innen transparent informiert oder gezielt um Rückmeldungen gebeten werden. Weitergehende Ansätze entstehen, wenn Betroffene mitgestalten – etwa über Klient*innen-Beiräte in Institutionen oder durch die Einbindung von Peers.

Bei der Veranstaltung wurde mit Vertreter:innen von PVA, AMS, Land Kärnten und Stadt Klagenfurt fand der Austausch zu folgenden Themen und Fragen statt:

  • Zugang erleichtern: Wie können Ämter und Einrichtungen niederschwelliger werden? 
  • Barrieren abbauen: Was braucht es, damit Menschen mit Armutserfahrungen Termine mit weniger Ängsten und Stress wahrnehmen?  
  • Partizipation stärken: Wie können Nutzer:innen stärker in Strukturen eingebunden werden?

Die Erfahrungen mit Ämter und Behörden wurden in 8 Vorbereitungs-Treffen vergemeinschaftet und vorbesprochen. Beim Dialogforum konnten sich die Teilnehmenden an Thementischen mit den jeweiligen Vertreter:innen der Behörden zusammensetzen und Anregungen weitergeben. Wir möchten uns ganz herzlich für dieTeilnahme am Dialogforum, insbesondere für das gute Gesprächsklima an den Tischen und die Kommunikation auf Augenhöhe, bedanken.

Da die Ergebnisse des Dialogforums sehr einrichtungsspezifisch sind, bitten wir bei Interesse um eine Anfrage: office@armutsnetzwerk.at

 

Plattform Sichtbar Werden

In der Plattform Sichtbar Werden, die von der Armutskonferenz mitbegründet wurde, schließen sich engagierte Armutsbetroffene und Menschen mit Armutserfahrungen zusammen. Wir sind in ganz Österreich und auch in Europa vernetzt und setzen uns selbstermächtigt öffentlich für eine Verbesserung der Situation von Armutsgefährdeten ein. Durch verschiedene Aktivitäten verschaffen wir uns Gehör bei PolitikerInnen und Institutionen. Wir machen uns stark für unsere gemeinsamen Anliegen, z.B. durch öffentliche Aktionen und Kundgebungen, Medienauftritte wie Berichte, Reportagen und Interviews. Die Basis für unseren Erfolg ist der Zusammenschluss von Menschen, die selbst betroffen sind.

Die Österreichische Armutskonferenz

Die Armutskonferenz ist seit 1995 als Netzwerk von über 40 sozialen Organisationen, sowie Bildungs- und Forschungseinrichtungen aktiv. Sie thematisiert Hintergründe und Ursachen, Daten und Fakten, Strategien und Maßnahmen gegen Armut und soziale Ausgrenzung in Österreich. Gemeinsam mit Armutsbetroffenen engagiert sie sich für eine Verbesserung deren Lebenssituation. Die in der Armutskonferenz zusammengeschlossenen sozialen Organisationen beraten, unterstützen und begleiten über 500.000 Menschen im Jahr.