Am 7. Oktober 2025 fand im Omansaal der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt eine gemeinsame Veranstaltung des Dialogforums Zusammenleben und des Kärntner Netzwerks gegen Armut und soziale Ausgrenzung statt. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine Kindergrundsicherung gestaltet sein müsste, um Kinder wirksam vor Armut zu schützen und ihre Teilhabe zu sichern.
Der Fachvortrag von Markus Schallhas, Jurist am Amt der Kärntner Landesregierung, zeigte, dass Kinderarmut den Kinderrechten widerspricht. Da Kinderrechte Teil der Menschenrechte sind und diese auf verfassungsebene Gesetzlich verankert sind, sollten diese mehr Beachtung finden. Die Umsetzung von Kinderrechten ist zudem nicht nur eine Frage sozialer Gerechtigkeit sondern auch eine der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Nachhaltigkeit.
In der Umsetzung einer Kindergrundsicherung müsste soziale Infrastruktur, monetäre Leistungen und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zusammengedacht werden. Das von der Volkshilfe Österreich entwickelte Modell der Kindergrundsicherung wurde im Rahmen der Denkwerkstätte des Renner-Instituts weiterentwickelt und der Landespolitik vorgelegt. Das ausgearbeitete Modell der Kindergrundsicherung beinhaltet die Umsetzung eines Kindersozialvertrages am Beispiel der Sozialpartnerschaft und die Umsetzung eines Pilotprojektes im Rahmen einer strategischen Sozialplanung. Schallhas betonte, dass die Umsetzung auf mehreren Ebenen – rechtlich, praktisch und politisch – erfolgen muss, um Kindern und Jugendlichen echte Chancen auf Teilhabe zu ermöglichen. Hierfür empfiehlt er die Orientierung an internationalen Standards.
Anschließende Podiumsdiskussion: Perspektiven aus der Praxis mit Expert:innen und jugendlichen über die praktische Umsetzung einer Kindergrundsicherung in Kärnten.
Moderation: Alexander Brenner-Skazedonig, Kärntner Netzwerk gegen Armut und soziale Ausgrenzung
Die Diskussion zeigte deutlich:
Fazit:
Ein Abend voller Engagement, ehrlicher Einblicke aus der Praxis und klarer Forderungen: Kindergrundsicherung ist mehr als finanzielle Unterstützung – sie ist eine Investition in Gerechtigkeit und Zukunft.